Anerkennung für das Dithmarscher Ärztenetz

Kassenärztliche Vereinigung fördert das Medizinische Qualitätsnetz Westküste

Besondere Würdigung für das Medizinische Qualitätsnetz Westküste: Die Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) hat das MQW als „förderungswürdiges Netz“ anerkannt. „Bereits seit langem bemühen wir uns um einen qualitativ bessere Versorgung der Bevölkerung hier an der Westküste. Durch die Mittel der KVSH können wir die erfolgreiche Arbeit auch in den kommenden Jahren fortsetzen und ausbauen“, freut sich der fachärztliche Vorstandssprecher des MQW, Dr. Stefan Krüger. Der Bescheid ist mit einer Zuwendung von 100.000 Euro jährlich verbunden, mit denen Personal- und Sachkosten des Ärztenetzes zumindest teilweise abgedeckt werden können.

Die Anerkennung durch die KVSH war jedoch an eine ganze Reihe von Bedingungen im Zusammenhang mit der Qualität der Netzarbeit geknüpft. „Wir haben in den vergangenen Monaten große Anstrengungen unternommen, zum Beispiel um die Zusammenarbeit zwischen den Arztpraxen zu verbessern“, erläutert Burkhard Sawade, hausärztliche Vorstandssprecher des MQW. Zu den Kernforderungen gehört dabei unter anderem ein verbesserter elektronischer Austausch der Praxen über speziell gesicherte Online-Verbindungen. Somit können Befunde und Gesundheitsdaten jetzt schneller zwischen den angebundenen Arztpraxen ausgetauscht werden. In den kommenden Monaten sollen weitere Praxen an das System angeschlossen werden. Um die Strukturen des Netzes weiter zu verbessern, sind zudem auf der jüngsten Jahreshauptversammlung umfangreiche Änderungen der Vereinsstatuten beschlossen worden.

In dem 1998 gegründeten Verein haben sich mittlerweile mehr als 100 niedergelassene Ärzte in über 60 Praxen zusammengeschlossen. Ziel des MQW ist eine bessere Vernetzung von Haus- und Facharztpraxen, um zum Beispiel zu einheitlichen Standards bei der Behandlung von Patienten zu kommen und die Vergabe von Terminen zu verbessern. Darüber hinaus kümmert sich das Netz um die Fortbildung von Ärzten und Medizinischen Fachangestellten vor Ort, um allgemeinverständliche Patientenveranstaltungen und um die Verbesserung der Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern in der Region.

Die Mitglieder des MQW-Vorstands freuen sich über die Anerkennung ihres Ärztenetzes (v. li.):  Klaus-Peter Neizel-Tönnies, Hayo Garrelts, Dr. Stefan Krüger, Burkhard Sawade, Dirk Hoeft. (Foto: MQW/Kienitz)